Diese Idee war neu und großartig: Die „Neue Musik", die im Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nahm, in Verbindung zu setzen zu Texten Freuds und Schnitzlers. [...] Traumschilderungen und -Analysen standen im Vordergrund bei der Auswahl von Freud-Passagen: Corinna Kirchhoff stellte die Texte des großen Seelenerforschers [...] mit einer gewissen belustigten Distanz vor.
Wolfgang Braun, Westfalen-Blatt, 17. Juli 2006
Das Amaryllis-Quartett, Gustav Frielinghaus, Violine, Lena Wirth, Violine, Lena Eckels, Viola, und Yves Sandoz, Cello, spielten das Schönberg-Werk sehr präzise mit differenziertem Augenmerk auf die mannigfaltigen musikalischen Nuancen. Die vier hervorragenden Instrumentalisten schufen einen spannenden Dialog und überzeugten mit reiner Intonation. [...] Den Gesangspart hatte Leonore von Falkenhausen übernommen. Sensibel fing die Sopranistin die melancholische Grundstimmung der beiden Gedichte ein. Ihre Stimme leuchtete in der Höhe, klang nie forciert und hatte auch im Piano noch Substanz. [...] Seine „Kammersymphonie" schrieb Arnold Schönberg 1906. [...] Schönberg schafft eine sehr markante Verdichtung des Ausdrucks, und das war auch der dominierende Eindruck bei der Aufführung durch das „Ensemble KulturGut". Exzellente Musiker waren hier am Werk, die den besonderen Charakter der Symphonie dem Publikum nahebringen konnten. Alban Berg war ein Schüler Schönbergs, und er schrieb sein „Kammerkonzert für Klavier und Geige mit 13 Bläsern" - zu Ehren seines Lehrers und widmete es ihm zum 50. Geburtstag. [...] Spannend und geheimnisvoll, wenn sich Klavier und Geige in einem wilden Dialog begegnen. Wieder spielte das „Ensemble KulturGut" sowie als Solisten Linus Roth, Violine, und Günther Albers, Klavier. Dirigent Frank Beermann arbeitete sowohl bei Schönberg wie bei Berg den spektakulären Charakter der Werke subtil heraus und erreichte, daß man als Hörer fasziniert war, nicht nur vom emotionalen leidenschaftlichen Gehalt.
Dagmar Korth, Westfalen-Blatt, 18. Juli 2006
Ein Abend nur mit Musik des 20. Jahrhunderts? Das kann nicht gut gehen. Es ging gut. Und wie! [...] Der Zustrom der Gäste spricht für den Ruf, den das zum sechsten Mal in Folge veranstaltete Festival erworben hat. [...] Grandios durchsichtig und fesselnd spielte das Amaryllis Quartett aus Bern Schönbergs Streichquartett Nr. 2, das durch die Einbeziehung der Sopranstimme die Grenzen der Gattung sprengt. Bewundernswert meisterte Leonore von Falkenhausen die Herausforderungen der technisch anspruchsvollen Vertonungen von Gedichten Stefan Georges [...] Hervorragend erfassten Gustav Frielinghaus, Lena Wirth, Lena Eckels und Yves Sandoz den streng persönlichen, bis in die letzten Einzelheiten durchkonstruierten Stil Anton Weberns, dessen fünf Sätze für Streichquartett durch differenzierten Minimalismus faszinierten. Beermann verstand es, eine Musizierfreude aufkommen zu lassen, die unmittelbaren Zugang zur Emotionalität der Musik eröffnete. Brillant gelang die Durchorganisation der kompliziert geführten Stimmen in Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier und Geige mit 13 Bläsern, dessen Aufführung durch die hervorragenden Solisten Linus Roth (Violine) und Günther Albers (Klavier) ihren Glanz gewann. Dank der ausgezeichneten Leistungen des Kulturgut-Ensembles entfaltete Schönbergs Kammersymphonie op. 9, in der das Streben nach neuenb Ausdrucksformen eine Verbindung eingeht mit dem Nachhall spätromantischen Klangzaubers, mitreißenden Schwung und betörende Eleganz. Eine sinnvolle Ergänzung zu den musikalischen Darbietungen bildeten die von der Schauspielerin Corinna Kirchhoff gelesenen Texte von Siegmund Freud und Arthur Schnitzler. [...] Nach seinem gefeierten Auftritt im vorigen Jahr begeisterte der junge Pianist Martin Stadtfeld erneut die Besucher des Kulturfestes auf Gut Holzhausen. Persönlich und zwingend erschloss er mit Anschlagskunst und Intelligenz die seelischen Dimensionen der Klaviersonate op. 1 von Alban Berg [...] bevor er der unwiderstehlichen Beredsamkeit des späten Schubert auf höchst kunstvolle Weise Nachdruck gab.
Christine Longere, Neue Westfälische Zeitung, 18. Juli 2006
Westfalenblatt, 4. 7. 05:
„Großer Bogenschlag von Bach zu Bruckner"
Zum fünften Mal fanden die Kulturfesttage auf Gut Holzhausen statt. Die Konzeption war außerordentlich gelungen und stellte mit ihrem Bogenschlag von Bach zu Bruckner und zu den Texten der Bibel ein harmonisches Ganzes dar....
Die Nordwestdeutsche Philharmonie unter ihrem Dirigenten Frank Beermann bot eine Aufführung der „Sinfonie Nr. 9 in d-moll“ von hinreißender Monumentalität. Es war eine Demonstration des musikalischen Wissens und der musikantischen Freude. Von Anfang bis Ende herrschten Hochspannung und spieltechnische Bravour. Beermann zeigte, wie alles Fortschreiten in dieser Musik aus dem unnachgiebig und kompromisslos durchgeführten Rhythmus entsteht.... und hob auch die sinnlichen Facetten des großen Werkes hervor.
Martin Stadtfeld spielte die „Goldberg-Variationen“ von Bach berührend und faszinierend. Stadtfeld besitzt die höchsten Tugenden eines empfindungstiefen Musikers: manuelle Supertechnik, analytischer Scharfsinn und mirakulös perlende Anschlagskultur.
Auch der Sonntagmorgen ließ das Publikum den Reichtum und die Kunstfertigkeit Bach`scher Musik erleben. Mit der Bachkantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ empfahl sich die Sopranistin Leonore von Falkenhausen als virtuose Koloraturmeisterin und als feinfühlige Gestalterin. Den ganzen emotionalen Schatz der Kantaten stellte sie mit Würde und Intensität heraus.“
Neue Westfälische 5. 7. 2005:
„KulturGut vom Feinsten"
Zwischen den alten Bäumen tantzen Glühwürmchen. An einem Stapel Strohrollen erprobten die Kleinsten ihre Kletterkünste. Lichter flackerten auf den Tischen im Freien. Auf dem Kornboden waren kulinarische Köstlichkeiten bereit gestellt. In angeregter Stimmung klang der laue Sommerabend aus, bevor das exquisite kulturelle Programm mit der Matinee am nächsten Vormittag fortgesetzt wurde.
Einen tiefen Eindruck hinterließ Bruckners unvollendet gebliebene neunte Sinfonie, gespielt von der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Leitung von Frank Beermann. Beermann brachte die harmonischen Herrlichkeiten dieser progressiven Musik zur Entfaltung und kostete die kühnen Wendungen weit abseits abgenutzter Formeln aus. Dem Orchester gelang es, der aufgetürmten Vielstimmigkeit ein Höchstes an Spannung und Delikatesse zu entlocken und Übergängen erhabene, spätromantische Innigkeit zu verleihen.
Mit einer Mischung aus Versenkung und Leidenschaft, phänomenaler Technik und äußerster Konzentration versteht Martin Stadtfeld es, die Genieblitze des späten Bach hinreißend mitzuteilen. Bei aller Glen Gould noch übertreffender Rasanz zeugte die Selbstverständlichkeit seines Spiels und die Klarheit der Darstellung von einer geistigen Durchdringung, die den kunstvollen Bau, die Fülle und Einheit des Werkes persönlich und zwingend darstellte.
Dank ihrer außerordentlichen Musikalität und einer Stimme, die mühelos und ausdrucksvoll höchste wie tiefste Lagen bewältigt, vermochte die Sopranistin Leonore von Falkenhausen den menschlichen und musikalischen Gehalt von Bachs Solokantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ auszuschöpfen und im Zusammenklang mit den Freiburger Ensemble und dem Trompeter Jaroslav Roucek, die Ausgewogenheit einer vokal-instrumentalen Synthese höchster Ordnung herzustellen.
Eine Klammer zwischen den musikalischen Darbietungen bildeteten Abschnitte des „Hohenliedes Salomons“. Die Schauspielerin Juliane Köhler sowie der Schauspieler und Regisseur Gerd Heinz geleiteten die Zuhörer von Bild zu Bild. Sie machten in der dialogischen Lesung die erotische Fülle der sinnlichen Sprache und die Vielfalt der Töne spürbar. Immer wieder gab es nach den Programmabschnitten Bravorufe und stehende Ovationen.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. 5. 2005
„Musik der Extraklasse fast privat: KulturGut Holzhausen"
Mit seinem kleinen Musikfest in Ostwestfalen muß der nicht nur in Deutschland sehr renommierte Dirigent Frank Beermann kein Geld verdienen. „Es ist Liebhaberei“ sagt er, „künstlerische Auseinandersetzung ohne Zwänge.“ Konzerte, Opern oder Lesungen – Beermann stellt das Programm zusammen. Musiker, bildende Künstler und Schauspieler kommen, um gemeinsam zu arbeiten und dann mit dem Publikum auch gemeinsam zu feiern. KulturGut Holzhausen – ein Geheimtip, so könnte man es nennen.“
Neue Westfälische, 3. 8. 2004
„Die vierte Ausgabe des sommerlichen Festtage auf dem „KulturGut Holzhausen“
ließ keine Wünsche offen. Die Verantwortlichen hatten es wieder einmal geschafft, mit einem relativ kleinen Budget ganz große Kunst darbieten zu können. Nach der gefeierten Opernpremiere fand die Veranstaltung am Sonntag mit einem musikalisch-literarischen Reigen zu Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“ einen höchst unterhaltsamen Abschluss. Als Märchen-Erzählerin glänzte Schauspielerin Eva Mattes, die längst ein echter „Gut Holzhausen-Fan“ geworden ist. Der Spaß und die Freude waren den Beteiligten deutlich anzumerken. Und diese Eigenschaften sowie eine gehörige Portion Idealismus sind es wohl auch, die das Erfolgsrezept des ländlichen Festivals ausmachen. Insofern war das Märchen „Die Nachtigall“, bei der die Aura des Echten am Ende die Pseudo-Perfektion des Künstlichen besiegt, schon fast so etwas wie eine Allegorie für die KulturGut Festtage. Denn ebenso wie die Nachtigall die volle Schönheit ihres Gesangs nur in der Freiheit entfalten kann, fernab eines goldenen Käfigs, zeigt sich in Holzhausen immer wieder, wie fruchtbar es sein kann, wenn die Kunst im wahrsten Sinne des Wortes ihre Mauern verlässt, um sich neuen Orten und Horizonten zu öffnen. Was die sechs Musikerinnen und Musiker sowie Erzählerin Eva Mattes am Sonntagvormittag unisono boten, ist jedenfalls kaum zu toppen.“
Westfalenblatt, 3. 8. 2004
„Ein ganz außergewöhnlich zauberhafter musikalisch-literarischer Reigen mit der Schauspielerin Eva Mattes als Erzählerin sowie mit meisterhaften Solistinnen und Instrumentalistinnen begeisterte die zahlreichen Gäste der KulturGut Holzhausen Festtage in einer Matinee am Sonntag im ausverkauften Bullenstall. Mit ihrer charmanten Natürlichkeit und liebevoll-inneren Anteilnahme las sich Eva Mattes in die Herzen ihrer Zuhörer und weckte das aus Kindertagen bekannte Märchen „Die Nachtigall“ von Hans Christian Andersen zu neuem Leben und einer vertieften Bedeutsamkeit. Das Schöne an dem Wechselspiel zwischen Konzert- und Lesepassagen lag darin, daß das Eine innerlich noch mitschwang, wenn das Andere schon seinen Part hatte. Ein ganz erlesener Hörgenuss, der den Festtags-Gästen im Bullenstall in der Sonntagsmatinee geschenkt wurde. Eine in dieser Zusammenstellung und dieser unverwechselbaren Atmosphäre einmalige Veranstaltung, wie sie nur auf dem KulturGut Holzhausen geboten werden kann.“
Westfalenblatt, 2. 8. 2004
„Mit einer grandiosen Aufführung von Benjamin Brittens Kammeroper „The Turn of the Screw“ unter der musikalischen Leitung von Frank Beermann wurde der „Bullenstall“ auf KulturGut Holzhausen gewissermaßen als „Opernhaus“ eingeweiht. Wie hochrangig diesePremiere anzusiedeln ist, zeigte sich auch daran, daß Eva Mattes als Erzählerin mitwirkte.
Unter der Regie von Benedikt von Bernstorff entfaltet sich der geheimnisvolle Stoff auf zwei durch Treppen miteinander verbundene Bühnenebenen mit einer minimalistischen Bühnenausstattung, die eigentlich nur aus einem Schreibpult und einem Sofa besteht. Der Zauber der in zumeist in einem gespenstischen Halbdunkel spielenden Szenen aber wird durch die Beleuchtung hergestellt, bei der Christoph Kliefert, Beleuchtungsmeister der Oper Leipzig, Regie führte – das Erscheinen der Geister war auch ein Phänomen des Lichts.
Die gesanglichen und schauspielerischen Leistungen der Akteure waren ausnahmslos absolute Spitzenklasse. Ebenso riss das Orchester das Publikum , das aus einem weiten Umkreis angereist war, hin. Langanhaltende Beifallsstürme am Schluss der meisterlichen Aufführung, die wegen ihrer hohen professionellen Qualität und des einmaligen Ambientes unvergessen bleiben wird.“
Neue Westfälische 2. 8. 2004
"Die Kulturpolitik in diesem Land steht noch immer viel zu sehr unter dem Dogma der Örtlichkeit, die dem Publikum Glauben macht, um eine Oper zu sehen, müsse es in große Städte reisen... Aber es geht auch anders. Das hat am Samstag eindrucksvoll die Premiere der Benjamin – Britten – Oper „The Turn of the Screw“ bewiesen. Der Berliner Regisseur Benedikt von Bernstorff (30), der schon bei den Festspielen von Bayreuth und Salzburg assistierte, hat die schwer verdauliche Geistergeschichte mit erstaunlich ruhiger Hand inszeniert. Die Hauptrollen waren mit der Holzhausener Sopranistin Leonore von Falkenhausen und der schwedischen Sopranistin Maria Blomgren aus Stockholm überragend besetzt. Leonore von Falkenhausen, gab die „Governess“ überzeugend und gesanglich perfekt. In jeder Hinsicht perfekt agierte auch das 13-köpfige Musikensemble unter der Leitung des Holzhauser Dirigenten Frank Beermann. ..er hat sein aus Musikern verschiedener professioneller Orchester bestehendes „Ensemble KulturGut“ zu einem Klangkörper geformt, der internationales Niveau hat."
Neue Westfälische, 15.12.2003
"Der Weihnachtsbaumverkauf und der Adventsmarkt lockten trotz schlechten Wetters zahlreiche Besucher auf den Gutshof der Familie von der Borch. Der achte Weihnachtsmarkt avancierte schnell zum Familienausflug. Nicht nur aus dem Kreis Höxter, auch viele Gäste aus dem Lippischen, aus Paderborn, sogar aus der Gütersloh und Kassel ließen sich von der rustikalen Athmosphäre begeistern. "Das ist unser großes Plus", meinte Gutsherr Johann-Friedrich von der Borch. "Wir zeigen hier ungekünsteltes, authentisches Landleben." Das unverwechselbare Flair kam an. 27 Aussteller zeigten ihre Produkte - von selbstgebauten Weihnachtskrippen über dekoratives aus Glas, Eisen und Keramik bis hin zu ausgefallenen Buchbindearbeiten war alles dabei, was eine gemütliche Weihnachtszeit perfekt macht."
WESTFALENBLATT, 31.7.2003
"Der Kunststiftung NRW ist es zu danken, dass ein Kompositionsauftrag an Mike Svoboda vergeben werden konnte. Wie der junge Komponist seine Erinnerungen an Beethovens Musik umgesetzt hat, das konnte das Publikum ... am Sonntagmorgen erleben. Das Ganze war eine überaus diffizile und vor allem spannende Musik. ... Das Publikum zeigte sich begeistert und dankte den Künstlern mit stehenden Ovationen."
WESTFALENBLATT, 30.7.2003
"Dass es auch in ländlichen Regionen - dank Eigeninitiative - kulturelle Höhepunkte gibt, beweisen nun schon zum dritten Mal die "KulturGut Festtage" auf Gut Holzhausen. ...
Leonore von Falkenhausen sang einfühlsam die Mignon-Lieder und entließ das Publikum nicht eine Minute aus dem Staunen, über die Ausgewogenheit ihres Soprans, über ihre technische Perfektion, über ihre emotionale Skala. Das begleitende Quartett setzte zusätzliche Glanzlichter, hohe Spielkultur verbanden die vier Herren mit exzellentem Ausdrucksvermögen. Unter der profunden Leitung von Frank Beermann spielte das Ensemble KulturGut. Es ist wirklich zu bewundern, wie Beermann es versteht, die Musiker, die ansonsten nicht in einem Orchester verbunden sind, zu einem homogenen Klangkörper zusammenzuschweißen. Ein Wunderwerk an Können und Inspiration. ..."
NEUE WESTFÄLISCHE, 29.07.2003
„Den Zuhörern im ausverkauften Bullenstall ...verschlug es die Sprache. Denn was hier zum Auftakt der dritten Festivalkonzerte 2003 höchst lebendig auf- und angeboten wurde, das konnte sich nun wirklich hören- und sehen lassen. Das Publikum feierte zum Auftakt ein Streichensemble von selten gehörter Qualität ... beglückend unterstützt von der vorzüglichen Gesangssolistin Leonore von Falkenhausen. ... Ensemble KulturGut nennt der an vielen Bühnen gefeierte Gastdirigent Frank Beermann sein 30-köpfiges Streichorchester, ein überaus junges Ensemble, das in seiner vorausgreifenden Klangsprache Schuberts und somit auch Mahlers Notation mit unnachgiebiger Intensität zum Erlebnis werden läßt. Das Publikum konnte es förmlich ertasten, hier kam Kunst von Können!“
NEUE WESTFÄLISCHE, 23.07.2002
„Der ehemalige Bullenstall auf dem Gut Holzhausen hat eine unvergleichliche Atmosphäre, die einen ganz schnell wegbringt von Alltag und Stress. Wenn Musik durch die alten Gemäuer klingt, dann kann der Stall mit fast jedem Konzertsaal mithalten, so gut trägt die Scheune die Akustik. Das wissen offensichtlich viele Musikliebhaber aus Deutschland, die von Hamburg bis Freiburg ins kleine Holzhausen reisten, um einen besonderen Hörgenuss zu erleben. Zum zweiten Mal und wieder mit großem Erfolg veranstaltete der KulturGut Holzhausen e. V. seine Festtage.“
DIE ZEIT, 25.07.2002
„...was hier, in der Hügelpampa zwischen Höxter und Bad Driburg, zum zweiten Mal gegeben wurde, ist nicht eines dieser Prosecco-Events im Weichbild der großen Städte, wo die Möchte-gernländler ihre gebügelten Barbour-Jacken ausführen. Nein, in Holzhausen kehrt Kultur zu ihrem Ursprung zurück, zur cultura, dem Ackerbau. Mit einem ambitionierten dreiteiligen Programm pflügt der künstlerische Leiter, der Dirigent Frank Beermann, die Gegend und unsere Vorstellung von Provinz gründlich um...“
Wolfgang Braun, Westfalen-Blatt, 17. Juli 2006
Das Amaryllis-Quartett, Gustav Frielinghaus, Violine, Lena Wirth, Violine, Lena Eckels, Viola, und Yves Sandoz, Cello, spielten das Schönberg-Werk sehr präzise mit differenziertem Augenmerk auf die mannigfaltigen musikalischen Nuancen. Die vier hervorragenden Instrumentalisten schufen einen spannenden Dialog und überzeugten mit reiner Intonation. [...] Den Gesangspart hatte Leonore von Falkenhausen übernommen. Sensibel fing die Sopranistin die melancholische Grundstimmung der beiden Gedichte ein. Ihre Stimme leuchtete in der Höhe, klang nie forciert und hatte auch im Piano noch Substanz. [...] Seine „Kammersymphonie" schrieb Arnold Schönberg 1906. [...] Schönberg schafft eine sehr markante Verdichtung des Ausdrucks, und das war auch der dominierende Eindruck bei der Aufführung durch das „Ensemble KulturGut". Exzellente Musiker waren hier am Werk, die den besonderen Charakter der Symphonie dem Publikum nahebringen konnten. Alban Berg war ein Schüler Schönbergs, und er schrieb sein „Kammerkonzert für Klavier und Geige mit 13 Bläsern" - zu Ehren seines Lehrers und widmete es ihm zum 50. Geburtstag. [...] Spannend und geheimnisvoll, wenn sich Klavier und Geige in einem wilden Dialog begegnen. Wieder spielte das „Ensemble KulturGut" sowie als Solisten Linus Roth, Violine, und Günther Albers, Klavier. Dirigent Frank Beermann arbeitete sowohl bei Schönberg wie bei Berg den spektakulären Charakter der Werke subtil heraus und erreichte, daß man als Hörer fasziniert war, nicht nur vom emotionalen leidenschaftlichen Gehalt.
Dagmar Korth, Westfalen-Blatt, 18. Juli 2006
Ein Abend nur mit Musik des 20. Jahrhunderts? Das kann nicht gut gehen. Es ging gut. Und wie! [...] Der Zustrom der Gäste spricht für den Ruf, den das zum sechsten Mal in Folge veranstaltete Festival erworben hat. [...] Grandios durchsichtig und fesselnd spielte das Amaryllis Quartett aus Bern Schönbergs Streichquartett Nr. 2, das durch die Einbeziehung der Sopranstimme die Grenzen der Gattung sprengt. Bewundernswert meisterte Leonore von Falkenhausen die Herausforderungen der technisch anspruchsvollen Vertonungen von Gedichten Stefan Georges [...] Hervorragend erfassten Gustav Frielinghaus, Lena Wirth, Lena Eckels und Yves Sandoz den streng persönlichen, bis in die letzten Einzelheiten durchkonstruierten Stil Anton Weberns, dessen fünf Sätze für Streichquartett durch differenzierten Minimalismus faszinierten. Beermann verstand es, eine Musizierfreude aufkommen zu lassen, die unmittelbaren Zugang zur Emotionalität der Musik eröffnete. Brillant gelang die Durchorganisation der kompliziert geführten Stimmen in Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier und Geige mit 13 Bläsern, dessen Aufführung durch die hervorragenden Solisten Linus Roth (Violine) und Günther Albers (Klavier) ihren Glanz gewann. Dank der ausgezeichneten Leistungen des Kulturgut-Ensembles entfaltete Schönbergs Kammersymphonie op. 9, in der das Streben nach neuenb Ausdrucksformen eine Verbindung eingeht mit dem Nachhall spätromantischen Klangzaubers, mitreißenden Schwung und betörende Eleganz. Eine sinnvolle Ergänzung zu den musikalischen Darbietungen bildeten die von der Schauspielerin Corinna Kirchhoff gelesenen Texte von Siegmund Freud und Arthur Schnitzler. [...] Nach seinem gefeierten Auftritt im vorigen Jahr begeisterte der junge Pianist Martin Stadtfeld erneut die Besucher des Kulturfestes auf Gut Holzhausen. Persönlich und zwingend erschloss er mit Anschlagskunst und Intelligenz die seelischen Dimensionen der Klaviersonate op. 1 von Alban Berg [...] bevor er der unwiderstehlichen Beredsamkeit des späten Schubert auf höchst kunstvolle Weise Nachdruck gab.
Christine Longere, Neue Westfälische Zeitung, 18. Juli 2006
Westfalenblatt, 4. 7. 05:
„Großer Bogenschlag von Bach zu Bruckner"
Zum fünften Mal fanden die Kulturfesttage auf Gut Holzhausen statt. Die Konzeption war außerordentlich gelungen und stellte mit ihrem Bogenschlag von Bach zu Bruckner und zu den Texten der Bibel ein harmonisches Ganzes dar....
Die Nordwestdeutsche Philharmonie unter ihrem Dirigenten Frank Beermann bot eine Aufführung der „Sinfonie Nr. 9 in d-moll“ von hinreißender Monumentalität. Es war eine Demonstration des musikalischen Wissens und der musikantischen Freude. Von Anfang bis Ende herrschten Hochspannung und spieltechnische Bravour. Beermann zeigte, wie alles Fortschreiten in dieser Musik aus dem unnachgiebig und kompromisslos durchgeführten Rhythmus entsteht.... und hob auch die sinnlichen Facetten des großen Werkes hervor.
Martin Stadtfeld spielte die „Goldberg-Variationen“ von Bach berührend und faszinierend. Stadtfeld besitzt die höchsten Tugenden eines empfindungstiefen Musikers: manuelle Supertechnik, analytischer Scharfsinn und mirakulös perlende Anschlagskultur.
Auch der Sonntagmorgen ließ das Publikum den Reichtum und die Kunstfertigkeit Bach`scher Musik erleben. Mit der Bachkantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ empfahl sich die Sopranistin Leonore von Falkenhausen als virtuose Koloraturmeisterin und als feinfühlige Gestalterin. Den ganzen emotionalen Schatz der Kantaten stellte sie mit Würde und Intensität heraus.“
Neue Westfälische 5. 7. 2005:
„KulturGut vom Feinsten"
Zwischen den alten Bäumen tantzen Glühwürmchen. An einem Stapel Strohrollen erprobten die Kleinsten ihre Kletterkünste. Lichter flackerten auf den Tischen im Freien. Auf dem Kornboden waren kulinarische Köstlichkeiten bereit gestellt. In angeregter Stimmung klang der laue Sommerabend aus, bevor das exquisite kulturelle Programm mit der Matinee am nächsten Vormittag fortgesetzt wurde.
Einen tiefen Eindruck hinterließ Bruckners unvollendet gebliebene neunte Sinfonie, gespielt von der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Leitung von Frank Beermann. Beermann brachte die harmonischen Herrlichkeiten dieser progressiven Musik zur Entfaltung und kostete die kühnen Wendungen weit abseits abgenutzter Formeln aus. Dem Orchester gelang es, der aufgetürmten Vielstimmigkeit ein Höchstes an Spannung und Delikatesse zu entlocken und Übergängen erhabene, spätromantische Innigkeit zu verleihen.
Mit einer Mischung aus Versenkung und Leidenschaft, phänomenaler Technik und äußerster Konzentration versteht Martin Stadtfeld es, die Genieblitze des späten Bach hinreißend mitzuteilen. Bei aller Glen Gould noch übertreffender Rasanz zeugte die Selbstverständlichkeit seines Spiels und die Klarheit der Darstellung von einer geistigen Durchdringung, die den kunstvollen Bau, die Fülle und Einheit des Werkes persönlich und zwingend darstellte.
Dank ihrer außerordentlichen Musikalität und einer Stimme, die mühelos und ausdrucksvoll höchste wie tiefste Lagen bewältigt, vermochte die Sopranistin Leonore von Falkenhausen den menschlichen und musikalischen Gehalt von Bachs Solokantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ auszuschöpfen und im Zusammenklang mit den Freiburger Ensemble und dem Trompeter Jaroslav Roucek, die Ausgewogenheit einer vokal-instrumentalen Synthese höchster Ordnung herzustellen.
Eine Klammer zwischen den musikalischen Darbietungen bildeteten Abschnitte des „Hohenliedes Salomons“. Die Schauspielerin Juliane Köhler sowie der Schauspieler und Regisseur Gerd Heinz geleiteten die Zuhörer von Bild zu Bild. Sie machten in der dialogischen Lesung die erotische Fülle der sinnlichen Sprache und die Vielfalt der Töne spürbar. Immer wieder gab es nach den Programmabschnitten Bravorufe und stehende Ovationen.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. 5. 2005
„Musik der Extraklasse fast privat: KulturGut Holzhausen"
Mit seinem kleinen Musikfest in Ostwestfalen muß der nicht nur in Deutschland sehr renommierte Dirigent Frank Beermann kein Geld verdienen. „Es ist Liebhaberei“ sagt er, „künstlerische Auseinandersetzung ohne Zwänge.“ Konzerte, Opern oder Lesungen – Beermann stellt das Programm zusammen. Musiker, bildende Künstler und Schauspieler kommen, um gemeinsam zu arbeiten und dann mit dem Publikum auch gemeinsam zu feiern. KulturGut Holzhausen – ein Geheimtip, so könnte man es nennen.“
Neue Westfälische, 3. 8. 2004
„Die vierte Ausgabe des sommerlichen Festtage auf dem „KulturGut Holzhausen“
ließ keine Wünsche offen. Die Verantwortlichen hatten es wieder einmal geschafft, mit einem relativ kleinen Budget ganz große Kunst darbieten zu können. Nach der gefeierten Opernpremiere fand die Veranstaltung am Sonntag mit einem musikalisch-literarischen Reigen zu Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“ einen höchst unterhaltsamen Abschluss. Als Märchen-Erzählerin glänzte Schauspielerin Eva Mattes, die längst ein echter „Gut Holzhausen-Fan“ geworden ist. Der Spaß und die Freude waren den Beteiligten deutlich anzumerken. Und diese Eigenschaften sowie eine gehörige Portion Idealismus sind es wohl auch, die das Erfolgsrezept des ländlichen Festivals ausmachen. Insofern war das Märchen „Die Nachtigall“, bei der die Aura des Echten am Ende die Pseudo-Perfektion des Künstlichen besiegt, schon fast so etwas wie eine Allegorie für die KulturGut Festtage. Denn ebenso wie die Nachtigall die volle Schönheit ihres Gesangs nur in der Freiheit entfalten kann, fernab eines goldenen Käfigs, zeigt sich in Holzhausen immer wieder, wie fruchtbar es sein kann, wenn die Kunst im wahrsten Sinne des Wortes ihre Mauern verlässt, um sich neuen Orten und Horizonten zu öffnen. Was die sechs Musikerinnen und Musiker sowie Erzählerin Eva Mattes am Sonntagvormittag unisono boten, ist jedenfalls kaum zu toppen.“
Westfalenblatt, 3. 8. 2004
„Ein ganz außergewöhnlich zauberhafter musikalisch-literarischer Reigen mit der Schauspielerin Eva Mattes als Erzählerin sowie mit meisterhaften Solistinnen und Instrumentalistinnen begeisterte die zahlreichen Gäste der KulturGut Holzhausen Festtage in einer Matinee am Sonntag im ausverkauften Bullenstall. Mit ihrer charmanten Natürlichkeit und liebevoll-inneren Anteilnahme las sich Eva Mattes in die Herzen ihrer Zuhörer und weckte das aus Kindertagen bekannte Märchen „Die Nachtigall“ von Hans Christian Andersen zu neuem Leben und einer vertieften Bedeutsamkeit. Das Schöne an dem Wechselspiel zwischen Konzert- und Lesepassagen lag darin, daß das Eine innerlich noch mitschwang, wenn das Andere schon seinen Part hatte. Ein ganz erlesener Hörgenuss, der den Festtags-Gästen im Bullenstall in der Sonntagsmatinee geschenkt wurde. Eine in dieser Zusammenstellung und dieser unverwechselbaren Atmosphäre einmalige Veranstaltung, wie sie nur auf dem KulturGut Holzhausen geboten werden kann.“
Westfalenblatt, 2. 8. 2004
„Mit einer grandiosen Aufführung von Benjamin Brittens Kammeroper „The Turn of the Screw“ unter der musikalischen Leitung von Frank Beermann wurde der „Bullenstall“ auf KulturGut Holzhausen gewissermaßen als „Opernhaus“ eingeweiht. Wie hochrangig diesePremiere anzusiedeln ist, zeigte sich auch daran, daß Eva Mattes als Erzählerin mitwirkte.
Unter der Regie von Benedikt von Bernstorff entfaltet sich der geheimnisvolle Stoff auf zwei durch Treppen miteinander verbundene Bühnenebenen mit einer minimalistischen Bühnenausstattung, die eigentlich nur aus einem Schreibpult und einem Sofa besteht. Der Zauber der in zumeist in einem gespenstischen Halbdunkel spielenden Szenen aber wird durch die Beleuchtung hergestellt, bei der Christoph Kliefert, Beleuchtungsmeister der Oper Leipzig, Regie führte – das Erscheinen der Geister war auch ein Phänomen des Lichts.
Die gesanglichen und schauspielerischen Leistungen der Akteure waren ausnahmslos absolute Spitzenklasse. Ebenso riss das Orchester das Publikum , das aus einem weiten Umkreis angereist war, hin. Langanhaltende Beifallsstürme am Schluss der meisterlichen Aufführung, die wegen ihrer hohen professionellen Qualität und des einmaligen Ambientes unvergessen bleiben wird.“
Neue Westfälische 2. 8. 2004
"Die Kulturpolitik in diesem Land steht noch immer viel zu sehr unter dem Dogma der Örtlichkeit, die dem Publikum Glauben macht, um eine Oper zu sehen, müsse es in große Städte reisen... Aber es geht auch anders. Das hat am Samstag eindrucksvoll die Premiere der Benjamin – Britten – Oper „The Turn of the Screw“ bewiesen. Der Berliner Regisseur Benedikt von Bernstorff (30), der schon bei den Festspielen von Bayreuth und Salzburg assistierte, hat die schwer verdauliche Geistergeschichte mit erstaunlich ruhiger Hand inszeniert. Die Hauptrollen waren mit der Holzhausener Sopranistin Leonore von Falkenhausen und der schwedischen Sopranistin Maria Blomgren aus Stockholm überragend besetzt. Leonore von Falkenhausen, gab die „Governess“ überzeugend und gesanglich perfekt. In jeder Hinsicht perfekt agierte auch das 13-köpfige Musikensemble unter der Leitung des Holzhauser Dirigenten Frank Beermann. ..er hat sein aus Musikern verschiedener professioneller Orchester bestehendes „Ensemble KulturGut“ zu einem Klangkörper geformt, der internationales Niveau hat."
Neue Westfälische, 15.12.2003
"Der Weihnachtsbaumverkauf und der Adventsmarkt lockten trotz schlechten Wetters zahlreiche Besucher auf den Gutshof der Familie von der Borch. Der achte Weihnachtsmarkt avancierte schnell zum Familienausflug. Nicht nur aus dem Kreis Höxter, auch viele Gäste aus dem Lippischen, aus Paderborn, sogar aus der Gütersloh und Kassel ließen sich von der rustikalen Athmosphäre begeistern. "Das ist unser großes Plus", meinte Gutsherr Johann-Friedrich von der Borch. "Wir zeigen hier ungekünsteltes, authentisches Landleben." Das unverwechselbare Flair kam an. 27 Aussteller zeigten ihre Produkte - von selbstgebauten Weihnachtskrippen über dekoratives aus Glas, Eisen und Keramik bis hin zu ausgefallenen Buchbindearbeiten war alles dabei, was eine gemütliche Weihnachtszeit perfekt macht."
WESTFALENBLATT, 31.7.2003
"Der Kunststiftung NRW ist es zu danken, dass ein Kompositionsauftrag an Mike Svoboda vergeben werden konnte. Wie der junge Komponist seine Erinnerungen an Beethovens Musik umgesetzt hat, das konnte das Publikum ... am Sonntagmorgen erleben. Das Ganze war eine überaus diffizile und vor allem spannende Musik. ... Das Publikum zeigte sich begeistert und dankte den Künstlern mit stehenden Ovationen."
WESTFALENBLATT, 30.7.2003
"Dass es auch in ländlichen Regionen - dank Eigeninitiative - kulturelle Höhepunkte gibt, beweisen nun schon zum dritten Mal die "KulturGut Festtage" auf Gut Holzhausen. ...
Leonore von Falkenhausen sang einfühlsam die Mignon-Lieder und entließ das Publikum nicht eine Minute aus dem Staunen, über die Ausgewogenheit ihres Soprans, über ihre technische Perfektion, über ihre emotionale Skala. Das begleitende Quartett setzte zusätzliche Glanzlichter, hohe Spielkultur verbanden die vier Herren mit exzellentem Ausdrucksvermögen. Unter der profunden Leitung von Frank Beermann spielte das Ensemble KulturGut. Es ist wirklich zu bewundern, wie Beermann es versteht, die Musiker, die ansonsten nicht in einem Orchester verbunden sind, zu einem homogenen Klangkörper zusammenzuschweißen. Ein Wunderwerk an Können und Inspiration. ..."
NEUE WESTFÄLISCHE, 29.07.2003
„Den Zuhörern im ausverkauften Bullenstall ...verschlug es die Sprache. Denn was hier zum Auftakt der dritten Festivalkonzerte 2003 höchst lebendig auf- und angeboten wurde, das konnte sich nun wirklich hören- und sehen lassen. Das Publikum feierte zum Auftakt ein Streichensemble von selten gehörter Qualität ... beglückend unterstützt von der vorzüglichen Gesangssolistin Leonore von Falkenhausen. ... Ensemble KulturGut nennt der an vielen Bühnen gefeierte Gastdirigent Frank Beermann sein 30-köpfiges Streichorchester, ein überaus junges Ensemble, das in seiner vorausgreifenden Klangsprache Schuberts und somit auch Mahlers Notation mit unnachgiebiger Intensität zum Erlebnis werden läßt. Das Publikum konnte es förmlich ertasten, hier kam Kunst von Können!“
NEUE WESTFÄLISCHE, 23.07.2002
„Der ehemalige Bullenstall auf dem Gut Holzhausen hat eine unvergleichliche Atmosphäre, die einen ganz schnell wegbringt von Alltag und Stress. Wenn Musik durch die alten Gemäuer klingt, dann kann der Stall mit fast jedem Konzertsaal mithalten, so gut trägt die Scheune die Akustik. Das wissen offensichtlich viele Musikliebhaber aus Deutschland, die von Hamburg bis Freiburg ins kleine Holzhausen reisten, um einen besonderen Hörgenuss zu erleben. Zum zweiten Mal und wieder mit großem Erfolg veranstaltete der KulturGut Holzhausen e. V. seine Festtage.“
DIE ZEIT, 25.07.2002
„...was hier, in der Hügelpampa zwischen Höxter und Bad Driburg, zum zweiten Mal gegeben wurde, ist nicht eines dieser Prosecco-Events im Weichbild der großen Städte, wo die Möchte-gernländler ihre gebügelten Barbour-Jacken ausführen. Nein, in Holzhausen kehrt Kultur zu ihrem Ursprung zurück, zur cultura, dem Ackerbau. Mit einem ambitionierten dreiteiligen Programm pflügt der künstlerische Leiter, der Dirigent Frank Beermann, die Gegend und unsere Vorstellung von Provinz gründlich um...“
