KulturGut Holzhausen e.V.
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KulturGut
Holzhausen
VOICES 2010

Internationales
Stimmenfestival

vom
10.7.2010 bis
18. 7. 2010

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Das mit drei ausgewählten Serenaden begeisternde Folkwang Kammerorchester Essen inspirierte die Konzertbesucher im wohl schlichtesten Konzertsaal Europas vom ersten Bogenstrich der Serenade für Streichorchester e-Moll von Sir Edward Elgar an. Als Höhepunkt folgte Benjamin Brittens Serenade für Tenor, Horn und Streicher mit den Solisten Ulrike Hupka und Rufus Müller. Während die junge, virtuose Hornistin ihrem Instrument phantastische (Ur-)Klänge entlockte, brillierte der Tenor von Weltformat mit einer unglaublich modulationsfähigen, bis hin zum Falsett einzigartigen Stimme. [...] Bemerkenswert die Leistung des ebenso schwung- wie gefühlvoll agierenden Frank Beermann, unter dessen Dirigat das meisterlich aufspielende junge Orchester und die Solisten zur harmonischen Einheit verschmolzen.

Josef Köhne, Neue Westfälische Zeitung, 19. Juni 2007


Schon mit dem Beginn der Mozart-Ouvertüre zur komischen Oper „Die Hochzeit des Figaro" gab Frank Beermann der großartig aufspielenden Nordwestdeutschen Philharmonie ein flottes Tempo vor. [...] Mit geradezu frenetischer Begeisterung feierte das Publikum den folgenden Auftritt der Sopranistin Christiane Oelze. Ihr wunderbar zu Gehör gebrachter Liederzyklus „Les nuits d´été" von Hector Berlioz zählte zweifellos zu den Höhepunkten der „KulturGut Holzhausen VOICES 2007". Beeindruckend war die grandios modulationsfähige, vom angenehm warmen Vibrato bewegte Stime sowie der natürliche Charme der großartigen Solistin. In der harmonisch abgestimmten Liedfolge wurde sowohl die frühlingshafte Unbeschwertheit als auch die dramatische Totenklage hervorragend musikalisch umgesetzt. Zu Herzen gehend die Passagen, in denen lediglich Stimme und Oboe warm miteinander verschmelzen. [...] Nach der Pause liefen Orchester und Dirigent noch einmal zur Bestform auf. Während Frank Beermann vor Temperament sprühte, intonierten die Philharmoniker Beethovens Symphonie Nr. 7 A-Dur unter seiner Leitung mit großer Spielfreude, perlenden Klangketten und dynamischen Crescendi bis hin zum sich im Allegro con brio rasant entladenden Finale.

Klaus Köhne, Neue Westfälische Zeitung, 25. Juni 2007


...im wahrsten Sinne des Wortes ein Fest schöner Stimmen [...] Leonore von Falkenhausen, Sopran, Silvia de la Muela, Mezzo-Sopran, Rufus Müller, Tenor, und Renatus Meszar, Bass, sangen mit aller Pracht des Ausdrucks, des Wohllauts und der Fähigkeit zu charakterisierender Vertiefung. [...] Beeindruckend, welche Intensität des Empfindens, Genauigkeit der Phrasenbildung und Eindringlichkeit der Deklamation die vier Sänger dabei an den Tag legten. [...] Adäquate Begleiter am Flügel waren die beiden Pianisten Isabel von Bernstorff von Günther Albers. Fein austarierte Akorde, kantable Gegenstimmen, technische Verve und Liebe zum Detail unterstützten die Sänger.

Dagmar Korth, Westfalen-Blatt, 20. Juni 2007

    

Renatus Meszar, kraftvoller Bass aus Weimar, sang, nein zelebrierte schaurig schöne Balladen im Schafstall auf KulturGut Holzhausen. [...] Allen Balladen war er ein beredter klangmächtiger Anwalt. Über welche dramatische Vitalität er auf der einen Seite verfügt, andererseits aber welche entspannende Melancholie er mit der Zugabe „Die Uhr" bewirkte, war schon großartig. Den Pianisten Günther Albers unter dem Signum nur des Begleiters anzuführen, wäre eine unzulässige Herabsetzung. Er gestaltete am Flügel entschieden mit. Er bewies die bewundernswerte Fähigkeit, gleichsam vorauszudenken, und setzte so mit seiner plastischen Assistenz das musikalische Ausrufezeichen. [...] Bei diesem Duo konnte man eine herausragende Flexibilität des Ausdrucks und der Stimmung in allen Facetten bei den so extrem dramatischen Dichtungen bewundern.

Dagmar Korth, Westfalen-Blatt, 20. Juni 2007

    

Leonore von Falkenhausen legte den Schwerpunkt auf Frauenthemen, wie sie das 19. Jahrhundert liebte [...] Sie demonstrierte in Liedern u.a. von Franz Schubert, Johannes Brahms, Robert Schumann, Richard Strauss oder Hugo Wolff, wie hinreißend ihre „Flügel des Gesanges" ausschwingen, wie ruhig sie Linien führen und wie leicht sie Melodiensprünge einbetten kann. [...] Makelloses Einschwingen, dann ein unangestrengtes Aufblühen, stabil und strahlend in den Höhen, satt und substanzreich vor allem in der Mittellage [...] Mit Günther Albers stand in Holzhausen der Sängerin Leonore von Falkenhausen ein Pianist zur Seite, dessen Musikalität und Klavierkunst dem Gesangspart eine eigene Ergänzung bot - und nie die künstlerische Einheit aus dem Auge verlor. Begeisternd, was der Pianist an Farbe und charakteristischen Details beizutragen hatte.

Dagmar Korth, Westfalen-Blatt, 22. Juni 2007



Leicht und glockig klang ihr Sopran [...] Mit einer umwerfenden Bühnenpräsenz entfachte Ursula Fiedler in Couplets, Songs und Operettenmelodien die Zeit der 20-er und 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts. [...] Stimmlich apart, nahm Ursula Fiedler nicht nur durch die versiert gekonnte Interpretation für sich ein, sondern ihre übermütige Spiellaune wirkte ansteckend. [...] Russell Ryan war ein zurückhaltender Partner am Klavier [...] Er war der ruhende Pol in diesem Duo, der den Kapriolen der Sängerin die nötige Stütze gab. Ein unbeschwerter Abend zwischen Peter Igelhoff und Franz Lehar...

Dagmar Korth, Westfalen-Blatt, 25. Juni 2007



Es gibt ihn noch, den großen romantischen Sehnsuchtston. Dshamilja Kaiser, Gesang, und Miroslaw Kroupa, Klavier, schlugen ihn an. [...] Ein weittragendes Volumen und ein schönes, warmes Timbre zeichnen den Mezzosopran von Dshamilja Kaiser aus. [...] Sie verzauberte das Publikum, entfaltete nicht nur die ganze Schönheit und Präsenz ihrer Stimme, sondern offenbarte zugleich gestalterische Wandelbarkeit. [...] Als Partner am Klavier begleitete Miroslaw Kroupa diese breite Skala der Gefühle. Unter seinen Händen begannen Mittel- und Basslagen zu singen, entstand rhythmische Klarheit und klangliche Delikatesse.

Dagmar Korth, Westfalen-Blatt, 29. Juni 2007



Eine bezaubernde Matinee, von zwei Meistern ihres Faches - der niederländischen Professorin für Gesang Margreet Honig und dem Dirigenten Frank Beermann - im lockeren Plauderton moderiert, bildete den Abschluss des einwöchigen Projekts „KulturGut Holzhausen VOICES 2007" sowie den Höhepunkt des von der in Amsterdam lehrenden Pädagogin geleiteten Meiserkurses. Von Schülern mochte nach dem Auftritt der Kursteilnehmer wohl niemand mehr reden, denn die von „der Psychologin" (Zitat Frank Beermann) Margreet Honig auf dieses Konzert vorbeiteten jungen Künstler präsentierten sich mit guten bis bravourösen Leistungen. [...] Ebenso erwähnenswert wie die anspruchsvollen Arien und Duette von Mozart, Schumann und Strauss ist die Moderation von Margreet Honig und Frank Beermann. [...] Eine herzliche Atmosphäre, nette Begegenungen mit wunderbaren Künstlern zum Anfassen sowie mit der großartigen Leonore von Falkenhausen und Frank Beermann in Initiatorenpaar, das den Schlüssel zu den Herzen der Menschen fand. [...] VOICES 2007: Ein Kultprojekt in der Provinz. Inmitten einer herrlichen Natur.

Josef Köhne, Neue Westfälische Zeitung, 27. Juni 2007


         
Westfalen Blatt - Wunderwelt in einzigartiger Umgebung     
    

Holzhausen (hai). Die „skulptur projekte 2007" in Münster, die „Documenta 12" in Kassel - und auf der „Tangente" dieser Städte eben Holzhausen als weiterer „Weltort der Kunst".Auf diese Formel brachte es der Festredner Dr. Günter Tiggesbäumker anlässlich der Eröffnung des neuen Installation des Schweizers Beat Breitenstein. Wie das WESTFALEN-BLATT in der vergangenen Woche ausführlich berichtete, hat Breitenstein auf einer Waldlichtung oberhalb des Friedhofes der Familie von der Borch eine „Parkettinsel" erschaffen, die aus vier großen Quadern mit mehreren hundert Holzelementen besteht und für eine neue begehbare Welt steht. Museumsexperte Dr. Tiggesbäumker aus Bökendorf: „Wer sich dem Kulturgut Holzhausen nähert, vor allem auch im übertragenden Sinne, dem öffnet sich eine plastische Wunderwelt in einzigartiger Umgebung. Hüben wie Drüben ist die inzwischen etablierte Kunst in ein städtisches Umfeld eingebettet. Hier in Holzhausen ist es weit mehr - nämlich die außergewöhnliche Symbiose aus Natur und künstlich-künstlerisch darin Geschaffenem."

Die „Parkettinsel" besteht aus bester Holzhausener Eiche. Die vier Quader, also die vier Inseln innerhalb des großen Gebildes, sind begehbar und damit in besonderer Weise erfahrbar, was die Gäste nach der Eröffnung des neunten Werkes des „Nieheimer Kunstpfades" auch gleich barfüßig mit größter Freude umsetzten. Tiggesbäumker: „Man sollte schweben von einer Insel auf die andere, sie wie verschiedene Landschaften erspüren. So vollendet die Parkettinsel die Idee des Kunstpfades - in dem er Erfahrungen vermittelt mit seinem tiefsten Inneren." Es sei nicht nur eine Installation, sondern vor allem und erneut eine erfahrbare Verschmelzung der geschaffenen Kunstobjekte mit der sie umgebenen Natur. Bürgermeister Johannes Kröling sagte dieser Zeitung: „Die Installation des Schweizers Breitenstein ist eine echte Bereicherung für unsere Region. Macht sie doch deutlich, dass der Mensch im Einklang mit der Natur auch selbst viel gewinnen kann."