| Programm KulturGut Holzhausen VOICES 2010 | |
PROGRAMM:
Samstag, 10. 7. 2010 11:30 Uhr Abschlusskonzert der Projektwoche „Unsere Schule singt“
Zehn Jahre erfolgreiche Musikfestivals auf KulturGut Holzhausen sind ein Grund zum Feiern - aber auch ein Grund, uns auf unsere Verantwortung für die jüngere Generation zu besinnen. So entstand die Idee, der Katholischen Grundschule Nieheim einen einwöchigen Gesangsworkshop zu ermöglichen, unter der Leitung von Friedhilde Trüün, einer der bekanntesten Vokalpädagoginnen Deutschlands, deren Kinderstimmbildungsbücher Sing Sang Song I und II mit dem diesjährigen Deutschen Musikeditionspreis "Best Edition" in der Kategorie "Schul- und Unterrichtsliteratur für Kinder" ausgezeichnet worden sind. Nach Nieheim kommt Frau Trüün mit einem Projekt, das sie zusammen mit der Bachakademie Stuttgart erarbeitet hat, welches zum Ziel hat, junge Menschen mit der Musik Johann Sebastian Bachs vertraut zu machen. Eine Woche lang werden die Kinder Bachsche Musik singen, wobei Choräle, Lieder und Arien ebenso vertreten sind, wie mit Text versehene instrumentale "Hits" von Bach. Das Ergebnis der Projektwoche stellen die Kinder bei diesem Abschlusskonzert vor.
18:00 Festakt zum 10-jährigen Jubiläum
19:30 Uhr Eröffnungskonzert
Peter I. Tschaikowskij: Sinfonie Pathétique Dimitri Shostakovich: Sinfonie Nr. 14 für Sopran, Bass und Streichorchester
Renatus Meszar, Bass Leonore von Falkenhausen, Sopran Nordwestdeutsche Philharmonie Eugene Tzigane, Dirigent
Am Abend eröffnen wir unser Jubiläums-Festival mit einem festlichen Orchesterkonzert. Die Nordwestdeutsche Philharmonie und ihr neuer Chef Eugene Tzigane, ein Shooting-Star der internationalen Dirigentenszene, nehmen uns mit auf eine sinfonische Reise nach Russland. Natürlich geht es um die ganz großen Gefühle, um Liebe, Leid und Tod - aber wie unterschiedlich gehen Peter Tschaikowskis hochromantische „Pathétique“ und Dmitri Schostakowitschs 14. Sinfonie damit um!
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Sonntag, den 11. 7. 2010 12:00 Uhr Liedmatinée
Benjamin Bruns, Tenor Karola Theill, Klavier
Welcher Sänger kann es sich schon leisten, der legendären Dresdner Semperoper nach nur einer Saison den Rücken zu kehren? Der preisgekrönte junge Tenor Benjamin Bruns tut es – er geht nach Wien an die noch legendärere Staatsoper. Vorher aber kommt er nach Holzhausen und gibt mit seiner Duopartnerin, der Pianistin Karola Theill, eine Liedmatinée mit einem handverlesenen Programm: Wohlbekannte Liederzyklen wie Beethovens „An die ferne Geliebte“ oder Schumanns Heine-Liederkreis treffen auf Raritäten von Karol Szymanowksi.
15:00 Uhr Führung Kunstpfad
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Montag, 12. 7. 2010 19:30 Uhr „O dulcis Amor“ Komponistinnen des Seicento
„O dulcis Amor“, seufzten schon die Komponistinnen im Seicento, dem Italien des 17. Jahrhunderts. Komponistinnen? Ja doch. Damals erblickte man im Weiblichen, in Gefühl und Zärtlichkeit, eine Überlegenheit gegenüber dem heldenhaft Männlichen. Das Publikum eilte in Scharen in die Frauenklöster, um die Konzerte zu hören. Die Sopranistin Heike Pichler-Trosis und ihre Mitstreiterinnen vom Ensemble La Villanella Basel setzen dieser fernen Epoche ein klingendes Denkmal. Zwar nicht im Kloster, aber immerhin in einem ähnlich alten Gebäude: dem alten Bullenstall.
La Villanella Basel Heike Pichler-Trosis, Sopran, Claudia Nauheim, Flöte Irene Klein, Viola da Gamba, Mechthild Winter, Cembalo
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Dienstag, 13. 7. 2010 19:30 Uhr Hommage an Robert Schumann
Seine Lieder sind für Holzhausen wie gemacht: In ihnen beschwört Robert Schumann die Waldeinsamkeit, und flicht den Geistern Kränze, die die Romantik in der Natur am Werke sah. Der Tenor Rufus Müller und der Pianist Christoph Hammer, die in den vergangenen Jahren das Holzhauser Publikum mit hochsensiblen Schubert-Deutungen ergriffen haben, verneigen sich vor dem Jubilar des Jahres 2010 mit dem Eichendorff-Liederkreis und Schumanns bekanntestem Zyklus, der „Dichterliebe“.
Rufus Müller, Tenor Christoph Hammer, Hammerflügel
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Richard Strauss: „Enoch Arden“ op. 38 (nach dem gleichnamigen Versepos von Lord Tennyson)
Unser Festival heißt bekanntlich KulturGut Holzhausen VOICES. Was man mit der Stimme noch anderes machen kann als zu singen, das führen Ihnen der Schauspieler Frank Albrecht und der Pianist Günther Albers vor, wenn sie Richard Strauss’ Melodram „Enoch Arden“ aufführen. Da treiben Sprache und Melos, Musik und Text ein reizvolles Spiel um die Frage, wer eigentlich die Deutungshoheit habe, wer wen kommentiert und unterläuft. Das kernige Drama um eine Frau zwischen zwei Männern inszeniert Marcus Lobbes.
Frank Albrecht, Sprecher Günther Albers, Klavier Marcus Lobbes, Regie
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Donnerstag, 15. 7. 2010 19:30:00 Uhr Russischer Liederabend
Programmatischer geht es nicht: „Abschied von Sankt Petersburg“ heißt ein Liedzyklus des russischen Komponisten Michail Glinka, mit dem die Mezzosopranistin Marina Prudenskaja und die Pianistin Irina Puryshinskaja ihren Liederabend eröffnen. Das Programm führt uns tief ins Herz russischer Romantik und russischen Nationalgefühls. Prudenskaja ist es wie auf den Leib geschneidert, hat die gebürtige Russin doch selbst in St. Petersburg studiert. Sie hat den renommierten ARD-Wettbewerb gewonnen, bei den Bayreuther Festspielen hat sie schon gesungen – und sogar in Holzhausen. Wir freuen uns, dass sie wiederkommt.
Marina Prudenskaja, Mezzosopran Irina Puryshinskaja, Klavier
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Freitag, 16. 7. 2010 19:30 Uhr Galaliederabend
Am Freitagabend feiern wir Wiedersehen mit zwei Künstlern, die landauf, landab als Liedduo gefeiert werden: mit der Sopranistin Christiane Oelze und dem Pianisten Eric Schneider. Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt in Holzhausen geht es um die Liebe in vielen Facetten. Das Programm beginnt mit der geradezu häuslichen Zwiesprache zwischen Clara und Robert Schumann, dem Künstlerpaar schlechthin der Romantik. Nach der Pause huldigt Hugo Wolf der Liebe – und „Isoldes Liebestod“ aus Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“. Eine der größten Sopranszenen der gesamten Operngeschichte bildet den hochdramatischen Höhe- und Schlusspunkt des Abends.
Christiane Oelze, Sopran Eric Schneider, Klavier
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Samstag, den 17. 7. 2010 19:30 Uhr „Die Nachtigall“ Kammermusik und Lesung
Im Mittelpunkt unsere Produktion „Die Nachtigall“ steht die Schauspielerin Eva Mattes, die uns seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist und auch bei unserem Jubiläumsfestival dabei sein wird. Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“ steckt voller genüsslich boshafter Seitenhiebe und bricht so die fast banale Moral von der Überlegenheit des Lebendigen gegenüber dem seelenlos Mechanischen. Im Wechsel mit Mattes’ Lesung singen und spielen Leonore von Falkenhausen (Sopran), Christina Fassbender (Querflöte) und Florian Wieck (Klavier) Nachtigallen-Musik aus drei Jahrhunderten.
Eva Mattes, Lesung Leonore von Falkenhausen, Sopran Christina Fassbender, Flöte Florian Wieck, Klavier
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Sonntag, den 18. 7. 2010 11:00 Uhr "In the sundance" Jazzmatinée
„Sie singt wie ein Engel – oder jedenfalls wie ein Engel, der Count Basie und Miles Davis gehört hat“, schwärmte das Fachblatt „Downbeat“ über die amerikanische Jazzsängerin Judy Niemack. Die große Dame des Jazz wird VOICES 2010 am Sonntagmorgen schwungvoll beschließen „In the sundance“ überschreibt sie das Programm, in dem sie Jazz Standards mit Popsongs, Arrangements mit Originalkompositionen von Richie Beirach und Jeanfrançois Prins verbindet. Wenn das kein Motto ist.
Judy Niemack, Jazzgesang Jeanfrancois Prins, Gitarre & Band
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